Windkraftanlage – alternative Energie vor Ort?
Windkraftanlage – alternative Energie vor Ort?
Aug 11
Windkraftanlagen verwandeln die kinetische Energie des Windes in elektrische Energie. Zu finden sie meist da, wo häufig ein laues Lüftchen weht. Meist spricht man von sogenannten Windparks denn selten steht dort nur ein „Windrad“.In Fachkreisen spricht man häufig nicht von einer Windkraftanlage sondern von einer Windenergieanlage.Schon in der Geschichte lassen sich immer wieder Informationen zur Windkraft finden, so griffen schon früher die Müller zur Windenergie um die Windmühle zu betreiben und mit der gewonnen mechanischen Energie das Mehl zu mahlen.
Effizienz einer Windkraftanlage?
Windkraftanlagen nutzen ebenso wie die Solarenergie eine alternative Energiequelle, sprich den Wind. Dies ist auch der Grund warum diese Anlagen meist in windreichen Regionen gebaut werden – häufig sind sie in Küstennähe zu finden, da hier ein stetiger Wind herrscht.Um den voraussichtlichen Ertrag einer solchen Anlage zu errechnen wird eine mittlere Windgeschwindigkeit berechnet. Diese wird zur Berechnung der vermutlichen Energiegewinnung aus diesem Parkt zu Grunde gelegt. Das große Aber in Bezug auf Windkraftanlagen sind natürlich zuerst die hohen Anschaffungskosten. Der Bau einer solchen Anlage kostet viel Geld und zudem ist solch eine Anlage wartungsintensiv was zu weiteren Kosten führt.Laut wissenschaftlicher Untersuchungen würde aber die Windkraft alleine ausreichen um den gesamten Weltenergiebedarf abzudecken. Viele Wissenschaftler weisen allerdings daraufhin, dass die Entnahme der Windenergie durchaus Folgen aus das Klima hat und dass die Möglichkeiten aus diesem Grund begrenzt sind. Windkraft alleine ist allerdings nicht beständig genug und aus diesem Grund kommt sie nie ohne alternative Energiequellen aus um eine kontinuierliche Energielieferung zu garantieren. Auch hier fehlt, vergleichbar zur Solarenergie, eine adäquate Speichermöglichkeit der Energie, um auch später darauf zurück greifen zu können.In Deutschland wird ein moderater Ausbau der Windkraftanlagen erwartet, so dass etwa 20-25 Prozent des Energiebedarfes hierüber gedeckt werden können. Um diesen Wert zu erhöhen wären die Aufrüstung des Hochspannungsübertragungsnetzes sowie eine Form der Energiespeicherung nötig
Windkraftanlage im heimischen Garten?
Grundsätzlich spricht natürlich nichts dagegen, wenn der Garten denn groß genug ist und die Regionen auch häufig auf Wind verweisen kann.Aber in der Regel lohnt es sich nicht eine effiziente Windkraftanlage in den eigenen Garten zu bauen. Viele Menschen, die in der Nähe eines Windparks wohnen, weisen immer wieder daraufhin, dass die „Windräder“ laut sind und sie stören würden. Dies wäre sicherlich auch ein Problem im heimischen Garten. Die Anschaffung einer solchen Anlage ist viel zu teuer und wenn sie effizient sein soll wird sicherlich kein normaler Garten einen Platz für solch eine Anlage bieten.Der Markt für Windkraftanlagen für den heimischen Garten ist noch sehr klein und nicht immer gelten solche Anlagen als sicher. Nur ganz wenige Herstellen können sich auf einen TÜV Nachweis berufen.Lukrativ sind die Kleinwindanlagen zurzeit auch eher weniger. Die Einspeisevergütung ist im Gegensatz zu den Anschaffungskosten mehr als gering und die Förderung lohnt sich in der Regel gar nicht. Energiepolitisch ist davon auszugehen, dass es eher keinen großen Markt für Mini-Windkraftanlagen geben wird und es somit auch keine besondere Förderung geben wird. Gegenüber dem Ausbau von Photovoltaik sind Mini-Windkraftanlagen eindeutig benachteiligt.
Urheber des Fotos: Marita Heydenreich – Fotolia